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  • Das Versprechen erfüllen
  • Erwachet! 1985
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Erwachet! 1985
g85 22. 10. S. 22-23

Das Versprechen erfüllen

ICH vergaß nicht das Versprechen, das ich Gott fast 30 Jahre früher gegeben hatte — mein Leben in seinen Dienst zu stellen, wenn er mir helfen würde. Und ich hatte das Empfinden, daß er mir oft geholfen hatte. Wie sehr es mich doch belastete, daß ich mein Versprechen nicht einlösen konnte!

Das Leben in Amerika war ganz anders als in Vietnam. Wie wunderbar, die Freiheit zu genießen — zu einer beliebigen Zeit dorthin zu gehen, wohin man wollte! Doch ich war durch die materialistische Lebensweise und die wissenschaftlich orientierte Denkweise völlig verwirrt. Moralische Werte schien es kaum zu geben. Täglich waren die Nachrichten voller Berichte von schrecklichen Verbrechen — Kinder, die ihre Eltern umbrachten oder umgekehrt, Abtreibungen, Scheidungen, Kriminalität auf den Straßen. All das erschreckte mich. „Warum diese Entartung in einem Land, das durch seine Schönheit und seinen Reichtum so begünstigt ist?“ fragte ich mich.

Fragen, die ich mir schon früher gestellt hatte, verfolgten mich: Hat Gott den Menschen wirklich erschaffen? Sind wir tatsächlich Kinder Gottes? Wenn ja, warum läßt er dann all die Verbrechen zu? Warum bestraft er die Menschen nicht sofort, um Schlimmeres zu verhüten? Oder wartet Gott darauf, daß die Menschheit ihre Sünden bereut? Und wenn der Mensch von Gott erschaffen wurde, warum gleicht er dann nicht seinem Vater? Warum versucht er nicht, Gott glücklich zu machen?

Ich war aufgrund meiner eigenen Erfahrungen davon überzeugt, daß Gott existiert. Aber ich fragte mich, warum es so viele falsche Vorstellungen von ihm gibt. Hat er gar keine Kinder, die ihn verstehen, ihn lieben und ihn durch ihre gerechten Taten glücklich machen? Bestimmt gibt es sie! Aber wo sind sie zu finden, und wie? Wie kann ich sie kennenlernen?

Diese Fragen quälten mich. Es machte mich unglücklich, keine Antworten darauf zu finden. Wir wohnten in Pasadena (Texas), als mich im Juni 1981 eines Tages ein älterer Mann und sein Enkel besuchten. Sie erklärten mir, daß Gott ein Königreich habe, eine richtige Regierung, und daß diese der Erde große Segnungen bringen werde. Der Mann fragte mich dann, ob ich gern für immer im Paradies auf der Erde leben möchte.

Ich schüttelte verneinend den Kopf. Mein größter Wunsch war, den wahren Gott kennenzulernen. Ewiges Leben im Paradies war für mich nicht von Interesse. Doch das gute Benehmen der beiden erweckte in mir Achtung und Vertrauen, und daher bat ich sie herein. Ich erzählte ihnen von Erlebnissen, bei denen ich, wie ich glaubte, Gottes Schutz und Fürsorge verspürt hatte. „Ich suche den Gott, der die hervorragenden Eigenschaften hat, die ich bei ihm vermute“, sagte ich. „Wenn Ihr Gott wirklich so ist, dann zeigen Sie mir bitte, wie ich ihn kennenlernen kann.“

Fast eine Stunde lang las mir der ältere Mann aus der Bibel über den großen Gott, Jehova, vor. Er erklärte zum Beispiel, wie Jehova mit seinem Volk, den Israeliten, gehandelt hatte, daß er ihnen gegenüber Liebe und Interesse bekundet hatte. In der nächsten Woche kam der Mann wieder. Er hatte Mein Buch mit biblischen Geschichten dabei. Er öffnete das Buch und zeigte mir die 33. Geschichte: „Durchzug durchs Rote Meer“. Ohne sie gelesen zu haben, erriet ich allein schon beim Ansehen des Bildes, was geschehen war — Gott hatte sein Volk durch ein Wunder aus der Hand der Bedrücker befreit.

Ich dachte an meine Erfahrung. „Das ist wirklich der Gott, den ich gesucht habe,“ sagte ich. In der folgenden Woche begann ich eine regelmäßige Betrachtung der Bibel mit Jehovas Zeugen, und im Laufe der Zeit fand ich auf all meine Fragen logische Antworten aus der Bibel. Ja, endlich hatte ich den wahren Gott gefunden und konnte mein Versprechen, ihm zu dienen, einlösen. Um zu zeigen, daß ich mein Leben für immer in seinen Dienst stellen wollte, ließ ich mich im Wasser untertauchen.

Nun ist meine Zeit damit ausgefüllt, anderen zu helfen, Jehova kennenzulernen sowie die Gründe, warum er das Böse bis heute zugelassen hat, und auch das Mittel, durch das er die Weltprobleme bald beseitigen wird. Endlich habe ich wirklich inneren Frieden und Sicherheit gefunden, da ich Jehova zusammen mit seiner irdischen Organisation diene, die aus liebenswerten Brüdern und Schwestern besteht.

[Herausgestellter Text auf Seite 23]

„Warum diese Entartung in einem Land, das so begünstigt ist?“ fragte ich mich

[Bild auf Seite 23]

Mit meiner Nichte, die ich während des Sturms wiederbelebte

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