„Deshalb gehen meine Kinder am Sonntagmorgen spielen“
Als Reaktion auf die Zuschrift eines Lesers, der sich lobend über die Sonntagsschulen äußerte, erklärte ein anderer Leser in einem Brief an die Zeitung Toronto Star, warum seine Kinder nicht mehr zur Sonntagsschule gehen: „Jahrelang hielten wir in den Sonntagsschulen verschiedener Glaubensgemeinschaften Ausschau nach einer vernünftigen religiösen Unterweisung. Wir erwarteten aber vergeblich, daß man unsere Kinder über die Bibel belehrte, ihnen die Zehn Gebote beibrachte, moralische Anleitung bot usw. Statt dessen lernten sie, z. B. mit dem Finger zu malen, Iglus zu modellieren und Wigwams zu zeichnen. Später ging man unter anderem zum Relativismus und zur Situationsethik über.“
Über seine eigenen Erfahrungen mit der Kirche schrieb er: „Und ‚oben‘ war es auch nicht viel besser. Ein Geistlicher erklärte in seiner Predigt, wenn er wieder heiraten sollte, würde er zuerst mit der Frau zusammenleben. Des weiteren gab er zu, daß er jungen Paaren, die zu ihm kommen, um ihre Trauung anzumelden, den Rat gibt, zuerst zusammenzuleben. Von diesem Tag an gingen wir nicht mehr in seine ‚Kirche‘ ... Wir hatten nicht die Zeit und die Kraft weiterzusuchen.“ „Deshalb“, fügte er abschließend hinzu, „gehen meine Kinder am Sonntagmorgen spielen.“ Die eigentliche Lösung besteht darin, mit ihnen die Bibel zu studieren.