Biblische Unterweisung bewirkt Ehrlichkeit
Eine junge Frau, deren Mutter Zeuge Jehovas ist und sich bemüht hatte, sie christlich zu erziehen, schrieb kürzlich folgendes an das deutsche Zweigbüro der Wachtturm-Gesellschaft in Wiesbaden: „Als ich 14 Jahre alt war, verließ ich die Wahrheit. Von der Zeit an richtete sich mein Leben nach der Welt.“ Um ihrer Mutter einen Gefallen zu tun, besuchte sie im Sommer 1981 einen Bezirkskongreß der Zeugen Jehovas in der Bundesrepublik Deutschland. Auf dem Waschbecken einer Toilette der Kongreßstätte sah sie einen kostbaren Ring und nahm ihn an sich. Offenbar hatte eine Glaubensschwester diesen Ring nach dem Händewaschen vergessen. „Anstatt den Ring zum Fundbüro zu bringen“, schrieb sie weiter, „behielt ich ihn, konnte ihn jedoch nicht allzuoft tragen, weil ich immer ein schlechtes Gewissen hatte.“ Jetzt lebt diese junge Frau in den USA und hat zusammen mit ihrem Ehemann ein Studium der Bibel mit Jehovas Zeugen begonnen. Ihr wurde klar, daß „es nicht nur eine Religion ist, wie z. B. katholisch oder evangelisch [zu sein], sondern daß man ein persönliches Verhältnis zu Jehova aufbauen muß, um ihm näherzukommen“. Sie erkannte, daß sie in der Vergangenheit verkehrt gehandelt hatte, und befolgte den Rat von Ältesten der Versammlung der Zeugen Jehovas an ihrem Ort, indem sie den Ring mit einem Brief nach Wiesbaden sandte. Abschließend schrieb sie: „Es wäre eine große Last von meinem Gewissen genommen, wenn der Ring zu seinem Besitzer zurückkäme.“ Ob der Eigentümer wohl ein Leser dieser Zeitschrift ist?