Missionarschule Gilead — Inwiefern anders?
DIE Wachtturm-Bibelschule Gilead in Brooklyn (New York, USA) ist weder eine Universität noch ein Seminar. Doch sie ist eine Institution für höhere Bildung — eigentlich für die höchste Bildung. Wieso? Weil ihr fünfmonatiger Studienkurs auf der Bibel, dem inspirierten Wort Gottes, beruht.
Am 7. März 1982 hatte die 72. Klasse ausgebildeter Missionare ihre Abschlußfeier vor 2 044 Anwesenden in der Kongreßhalle der Zeugen Jehovas in Queens (New York).
Interessanterweise hatten 11 der Missionare an amerikanischen oder kanadischen Universitäten und Colleges Erfahrungen gesammelt, bevor sie Zeugen Jehovas wurden. Welchen Vergleich zogen sie zwischen der Gileadschule und ihren Universitätserfahrungen?
Ken Merritt, der sein Wirtschaftsstudium mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, sagte: „An der Universität ist man, allgemein gesagt, lediglich eine Nummer, nicht eine Person. Das Hauptziel besteht darin, einen akademischen Grad und dann eine gute Stellung zu erlangen. Im Gegensatz dazu hat uns dieser intensive Bibelstudienkurs als ganze Person einbezogen und unsere Persönlichkeit beeinflußt. Die Unterweiser und Vortragsredner haben uns, obwohl sie auf hohe Lernqualität Wert legten, in einer Atmosphäre christlicher Liebe belehrt.“
Gary Gontero, der an der Kent State University studiert hatte, bestätigte das und fügte hinzu: „Der Lehrplan war ausgezeichnet. Er vermittelte uns einen tiefen Einblick in die gesamte Bibel. Es war ein vollständiger Kurs zur Vorbereitung für den Missionardienst, weil wir hervorragende biblische Persönlichkeiten betrachteten. Wir mußten uns mit ihnen vergleichen, und das half uns erkennen, welche Facetten unserer christlichen Persönlichkeit wir verbessern müssen.“
Robert Landis, der zehn Jahre lang Vollzeitprediger in Nordirland war, hatte vorher als Student der Psychologie vier verschiedene amerikanische Universitäten besucht. Er sagte: „Jede Universität verfolgte eine andere Richtung der Psychologie, so daß es schwierig war, zu genauen Schlußfolgerungen über die Beweggründe und das Verhalten des Menschen zu gelangen. Unser Studium der Bibel hat uns selbst in diesen Bereich einen viel klareren Einblick gegeben. Die Anwendung christlicher Grundsätze ist auch eine positive Psychologie. Wir sind ausgerüstet und geschult worden, andere über den Weg des Lebens zu belehren, von dem die Bibel spricht.“
Die 42 Studenten, von denen die meisten aus den Vereinigten Staaten und einige aus Kanada, Zypern, Österreich und Irland kamen, wurden 18 verschiedenen Ländern zugeteilt. Die Hälfte der Klasse geht in acht spanisch sprechende Länder Mittel und Südamerikas, wo die Botschaft von Gottes Königreich großen Widerhall findet. Acht andere werden in die afrikanischen Länder Senegal, Elfenbeinküste, Sierra Leone und Zaire entsandt. Die übrigen gehen nach Europa, nach Asien und auf Inseln der Karibik und des Pazifiks. Die meisten werden eine andere Sprache lernen, wenn sie in ihrem neuen Heimatland eintreffen.
Der 88jährige Präsident der Watch Tower Society, F. W. Franz, ermahnte sie, sich — ungeachtet ihres Geschlechts — wie „Männer“ zu benehmen, indem sie in ihrem Missionargebiet mutig sein sollten (1. Kor. 16:13).
[Bild auf Seite 27]
Wachtturm-Bibelschule Gilead
72. Klasse, März 1982
In der nachstehenden Liste sind die Reihen des Gruppenbildes von vorn nach hinten numeriert, und die einzelnen Namen werden von links nach rechts angegeben.
(1) Gossland, P.; Weygand, D.; Gontero, G.; Lung, A.; Roman, E.; Cardamone, D.; Dobbins, P.; Emmanuel, O. (2) Arnold, C.; Roberds, A.; Morrisey, B.; Peterson, J.; Landis, P.; Sedlack, C.; Williams, J.; Powell, P. (3) Rittenbach, J.; Rittenbach, R.; Miller, D.; Pilon, D.; Tockner, R.; Emmanuel, D.; Smith, T.; Rittenbach, B. (4) Morrisey, F.; Lung, D.; Dobbins, D.; Gontero, G.; Roberds, T.; Cardamone, D.; Fry, D.; Weygand, G. (5) Miller, R.; Peterson, E.; Crysler, D.; Powell, J.; Merritt, K.; Sedlack, E.; Landis, R.; Gossland, J.; Arnold, G.