Der Taumelkäfer — ein Wunder der Schöpfung
Der Taumelkäfer hat Bifokalaugen, mit denen er über und unter Wasser sehen kann, doch das ist das geringste seiner Wunder. Er kann fliegen, krabbeln, auf dem Wasser laufen und tauchen. Beim Tauchen nimmt er eine Luftblase mit, die wie eine Lunge wirkt. Sie nimmt die Kohlendioxydausscheidungen des Käfers auf und leitet sie ins Wasser ab und versorgt ihn mit Sauerstoff aus dem Wasser. Auf diese Weise kann das Tier stundenlang unter Wasser bleiben. Die Unterseite des Käfers nimmt Wasser an, aber die Oberseite, auch die obere Hälfte der zweigeteilten Augen, wird durch Drüsen ständig eingefettet, so daß sie Wasser abstößt. Er bewegt sich auf dem Oberflächenfilm des Wassers schnell in alle Richtungen, so daß Bugwellen entstehen. Wenn die kleinen Wellen das Ufer oder einen Gegenstand auf dem Oberflächenfilm erreichen — vielleicht einen anderen Taumelkäfer oder ein eßbares Insekt —, so werden sie reflektiert. Über zwei Antennen, die auf der Wasseroberfläche ruhen, erfährt der Käfer, was die reflektierten Wellen über ihre Umgebung verraten. Auf diese Weise fängt er seine Nahrung und vermeidet Zusammenstöße mit seinen Artgenossen, die zu Hunderten wie wild auf der Wasseroberfläche hin und her schießen und alle ihre eigenen Wellen machen. Doch jeder Käfer empfängt nur das Echo seiner eigenen Wellen. Das System funktioniert bei Tag und bei Nacht. Der Taumelkäfer nutzt somit die Wasserwellen genauso wie die Fledermaus die Schallwellen. Welch ein Computer ist doch in jenem winzigen Köpfchen eingeschlossen!