Die Herstellung eines Gottes
● Vor etlichen Jahrhunderten versetzte Horaz, ein bekannter römischer Satiriker und Dichter des ersten Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung, dem Götzendienst einen Schlag. Er schrieb: „Früher war ich der Stumpf eines Feigenbaums, ein nutzloser Klotz, bis der Zimmermann, nachdem er gezögert hatte, ob er mich zu einem Gott oder einem Stuhl machen wollte, schließlich beschloß, mich zu einem Gott zu machen. So wurde ich ein Gott!“ (Clarke’s Commentary, Bd. IV, S. 175).
● Die völlige Sinnlosigkeit von Götzenbildern wurde schon lange zuvor im achten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, vom Propheten Jesaja, der den wahren Gott, Jehova, vertrat, noch nachdrücklicher hervorgehoben. Er schrieb auszugsweise: „Da ist einer, dessen Geschäft es ist, Zedern umzuhauen; und er nimmt eine gewisse Baumart ... So nimmt er davon, um sich zu wärmen. In der Tat, er legt ein Feuer an und bäckt tatsächlich Brot. Er arbeitet auch an einem Gott, vor dem er sich niederbeugen kann. Er hat es zu einem geschnitzten Bild gemacht, und er wirft sich davor nieder. Die Hälfte davon verbrennt er tatsächlich im Feuer. Auf der Hälfte davon brät er das Fleisch gar, das er ißt, und er wird satt. Er wärmt sich auch und spricht: ‚Ha! Ich habe mich gewärmt. Ich habe den Feuerschein gesehen.‘ Aber den Rest davon macht er tatsächlich zu einem Gott selbst, zu seinem geschnitzten Bild. Er wirft sich davor nieder und verbeugt sich und betet zu ihm und spricht: ,Befreie mich, denn du bist mein Gott.‘ ... Und keiner ruft sich ins Herz zurück oder hat Erkenntnis oder Verständnis, zu sagen: ,Die Hälfte davon habe ich im Feuer verbrannt, und auf seinen Kohlen habe ich auch Brot gebacken; ich brate Fleisch und esse. Werde ich aber den Rest davon zu etwas bloß Verabscheuungswürdigem machen? Werde ich mich vor dem ausgedörrten Holz eines Baumes niederwerfen?‘ Er ernährt sich von Asche. Sein eigenes Herz, mit dem Spiel getrieben worden ist, hat ihn irregeführt. Und er befreit seine Seele nicht, noch spricht er: ,Ist da nicht Falschheit in meiner Rechten?‘“ (Jes. 44:14-20).