Beeindruckt von den staatsbürgerlichen Tugenden
JAHRELANG vermochte die katholische Kirche in Spanien die Regierung so zu beeinflussen, daß diese es Jehovas Zeugen nicht gestattete, ihren Glauben zu betätigen. Aber aufgrund eines neuen Gesetzes über Religionsfreiheit hat die spanische Regierung Jehovas Zeugen im Juli 1970 als gesetzliche Organisation anerkannt. Jetzt bilden sie die zweitgrößte Religionsgruppe im Land; über 30 000 Personen beteiligen sich jeden Monat an der öffentlichen Zeugnistätigkeit.
Im vergangenen August veranstalteten Jehovas Zeugen in Spanien insgesamt neun Bezirkskongresse „Heiliger Dienst“. Die Gesamtbesucherzahl betrug 51 420, und 1 733 Personen symbolisierten ihre Hingabe an Gott und ihre Bereitschaft, ihm zu dienen, indem sie sich taufen ließen. Pablo Morán berichtete in der Zeitung Hoja del Lunes de Gijón (Ausgabe vom 9. August 1976) über den Kongreß in Gijón (Oviedo), der von über 10 000 Zeugen besucht wurde:
„Jehovas Zeugen haben mich durch ihre staatsbürgerlichen Tugenden beeindruckt, die bei diesem Anlaß vor allem durch Sauberkeit und Hygiene zum Ausdruck kamen. ...
Sauber zu sein bedeutet nicht nur, täglich zu duschen und die Unterwäsche zu wechseln. Nein, sauber zu sein bedeutet, die Umgebung, in der man lebt, sauberzuhalten, sei es der Strand, seien es die Wiesen oder die Straßen. ... Mit anderen Worten: In El Molinón haben Jehovas Zeugen bewiesen, daß sie sauber sind, denn obschon viele Tausende anwesend waren, sah man keinen Zigarettenstummel, keinen Fetzen Papier und keine Essensreste herumliegen.
Es ist anzunehmen, daß Gijón zu den saubersten und gepflegtesten Städten der Welt gehörte, wenn die Mehrzahl der Bürger den Glauben der Zeugen Jehovas annehmen würde.“