Haarschnitt oder Entlassung!
IN DER Geschäftswelt mit ihrem Konkurrenzkampf stellen immer mehr angesehene Firmen ihren Angestellten gewissermaßen ein Ultimatum: „Sorgt für eine bessere äußere Erscheinung, oder geht!“
Zum Beispiel hat ein internationaler Konzern eine Verwaltungsordnung versandt, in der es unter anderem heißt: „Bei vielen Kunden besteht eine Abneigung gegen Geschäftsverbindungen mit einer Firma, deren Vertreter ungepflegt erscheinen. Da die Konkurrenz heute groß ist und es schwierig ist, neue Geschäfte abzuschließen, können wir es uns nicht leisten, Kunden aus irgendeinem Grund abzustoßen.“ Dann werden die Regeln für die männlichen Angestellten der Firma genannt: „Die Haare sind ordentlich zu schneiden und zu kämmen. Die Länge der Haare soll über dem Kragen abschließen, und sie sollen nicht über die Ohren reichen. Koteletten dürfen nicht tiefer reichen als bis zum Ohrläppchen und unten nicht breiter als 3 Zentimeter werden. Kleine und ordentlich geschnittene Schnurrbärte sind erlaubt. ... Straßenanzug, Hemd und Krawatte sind Vorschrift. Die übrige Kleidung soll ordentlich und sauber sein, so daß man gepflegt und geschäftsmäßig erscheint.“ Auch für die weiblichen Angestellten wird festgelegt, was für Kleidung und Schmuck sie tragen sollen.
Vor kurzem hat der Berufungsausschuß der Arbeitslosenversicherungen in Kalifornien eine Entscheidung verkündet, gemäß der Männer mit langem Haar in einer Gegend, in der die Arbeitgeber solche Leute im allgemeinen nicht einstellen, nicht für die Arbeitslosenunterstützung in Frage kommen. Auch verkündete das Oberste Bundesgericht der Vereinigten Staaten im Januar dieses Jahres, daß die Verfassungsrechte eines Schülers einer höheren Schule nicht verletzt worden seien, als eine Schulkommission verlangt habe, daß er sich sein langes Haar schneiden lasse.
Interessanterweise empfahl der Apostel Paulus unter Inspiration ‘Bescheidenheit und gesunden Sinn’ hinsichtlich der Kleidung, und er wies darauf hin, daß ungewöhnlich langes Haar einem Mann „zur Unehre“ gereicht. (1. Tim. 2:9; 1. Kor. 11:14, 15) Er erklärte auch: „In keiner Weise geben wir irgendeine Ursache zum Straucheln.“ — 2. Kor. 6:3, 4.